Zum Auftakt der „Schmerzwochen“ rückt ein Thema in den Fokus, das oft unterschätzt wird: Schmerz ist nicht gleich Schmerz – und genau darin liegt eine der größten Herausforderungen in der Versorgung.

Neuropathische Schmerzen entstehen im Nervensystem selbst und unterscheiden sich grundlegend von nozizeptiven Schmerzen, bei denen Gewebe verletzt oder entzündet ist. Diese Unterscheidung ist entscheidend – denn sie bestimmt, welche Therapie überhaupt wirksam sein kann. Andere Schmerzform bedeutet: andere Therapie.

Gleichzeitig zeigen aktuelle Diskussionen auch Versorgungsdefizite und gesundheitspolitischen Handlungsbedarf auf. Moderne Schmerzmedizin braucht differenzierte Diagnostik, interdisziplinäre Ansätze – und den Mut, neue Wege zu gehen.

Ein vielversprechender Ansatz ist die aurikuläre Vagusnervstimulation (aVNS): eine innovative Methode mit guter Wirksamkeit und geringem Nebenwirkungsprofil. Am Klinikum Klagenfurt startet dazu eine neue klinische Studie. Untersucht wird, wie aVNS als Teil einer vierwöchigen multimodalen Schmerztherapie Patient mit chronischen Rückenschmerzen unterstützen kann.

„Die aVNS stellt eine innovative Ergänzung bestehender Therapiekonzepte dar und kann insbesondere im Rahmen multimodaler Schmerzprogramme einen wichtigen Beitrag leisten“, erklärt Rudolf Likar.

? Mehr dazu in den kommenden Beiträgen der Schmerzwochen.

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