Die Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) hat einen wichtigen Schritt in Richtung innovative Pflege gemacht, indem sie kürzlich mit der Erprobung von zwei Exoskeletten begonnen hat.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Untersuchung, ob dieses neue System eine körperliche Entlastung für das Pflegepersonal in der Intensivpflege bieten kann.
Ein Exoskelett ist ein technologisches Hilfsmittel, das dazu entwickelt wurde, das Pflegepersonal bei bestimmten Aufgaben zu unterstützen und ihre körperliche Belastung zu verringern. Es handelt sich dabei um ein Unterstützungssystem, das wie ein Rucksack am Körper getragen wird und bestimmte Bewegungen durch den Einsatz federnder Materialien verstärkt oder erleichtert.
Während der Erprobungsphase werden nicht nur Pflegekräfte, sondern auch andere Berufsgruppen die Möglichkeit haben, den Nutzen der Exoskelette zu beurteilen. Das Ziel besteht darin, herauszufinden, wie diese Technologie verschiedene Arbeitsbereiche unterstützen kann und ob sie eine wirkungsvolle Lösung für die Herausforderungen in der Pflege darstellt.
zum Artikel:
https://healthcare-in-europe.com/de/news/exoskelette-test-pflege.html

Danke für den kurzen Hinweis auf das Pilotprojekt in Magdeburg. Gerade in der Intensivpflege finde ich das Thema spannend, weil man von außen oft nur an einzelne Hebesituationen denkt, aber die Belastung ja meistens durch die Summe der Bewegungen entsteht. Ich lese mich da gerade etwas ein, weil das in meinem Umfeld auf Station immer wieder Thema ist, und habe dazu noch hier etwas gefunden: https://www.exoskelette.com/wissenswertes/branchennews/hebehilfen-in-der-pflege-warum-exoskelette-die-zukunft-sind/ Dort wird ganz gut beschrieben, warum Exoskelette in der Pflege anders bewertet werden müssen als etwa in Industrie oder Logistik. Habt ihr den Eindruck, dass solche Systeme vom Personal allgemein eher als echte Hilfe gesehen werden oder zuerst einmal als zusätzlicher Aufwand?