Schmerz ist nie nur ein körperliches Signal – besonders dann nicht, wenn Abhängigkeitserkrankungen im Spiel sind. Der zunehmende Missbrauch opioidhaltiger Substanzen hat ein Patient:innenkollektiv hervorgebracht, das die klinische Praxis vor besondere Herausforderungen stellt.

Akute und chronische Schmerzzustände können auch bei bestehender Abhängigkeit oder Substitution auftreten. Eine unzureichende Behandlung erhöht das Risiko für Schmerzchronifizierung, Stigmatisierung und Vertrauensverlust gegenüber dem Gesundheitssystem. Umso wichtiger ist eine differenzierte, individuelle Schmerztherapie.

Im perioperativen Setting kommen zusätzliche Faktoren hinzu: eine veränderte Schmerzverarbeitung, niedrigere Stresstoleranz und eine erhöhte Toleranz gegenüber schmerzlindernden Maßnahmen. Diese Besonderheiten erfordern Erfahrung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Sensibilität.

Österreichische Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin stellt hierzu praxisnahe Informationen bereit und unterstreicht die Bedeutung einer patientenzentrierten, leitlinienbasierten Versorgung – auch unter komplexen Voraussetzungen.

Lesen Sie dazu den Artikel der Österreichischen Apothekerzeitung vom 19. Jänner 2026

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