Im April veranstaltete die ARGE AWM erstmalig einen vollkommen ausgebuchten „Hands on Workshop“ zu den Themen Notkoniotomie und Notventilation.

Ziel des Kurses war es Hilfestellung für die Extremsituation Cannot ventilate Cannot intubate zu bieten, in die jede/r tätige/r Anästhesist/in, insbesondere aber häufiger jede/r Notarzt/Notärztin am Ende des Airwayalgorithmus geraten kann.
Zunächst wurden den TeilnehmerInnen die anatomischen Besonderheiten – auch durch selbst Hand anlegen und gegenseitiges Erarbeiten der Sonoanatomie – nochmals dargestellt.
Weiters wurden im Theorieteil die technischen Möglichkeiten zur Notkoniotomie, insbesondere eine Gegenüberstellung Punktionskoniotomie/Schnittkoniotomie anhand der Datenlage aus der aktuellen Literatur dargestellt.
Im Anschluss an die Theorie bildete der praktische Teil am Nachmittag den wichtigsten Teil des Kurses.
Einen besonderen Schwerpunkt sehen die Veranstalter sowohl im Überwinden der eigenen Paralyse in dieser Horrorsituation, als auch durch Erfassen der Situation „lost airway“ das Umschalten in einen proaktiven Modus zum Schaffen eines „front of neck access“. Dies wurde im Simulationstraining transparent gemacht.

Zusätzlich wurde die Möglichkeit geboten, an künstlichen Modellen das Handling aller gängigen Industriesets zu erlernen und zu üben sowie an Tierpräparaten tatsächlich eine Schnittkoniotomie – unter fachlichem Support sehr erfahrener Airwaymanager – durchzuführen.
Insgesamt wurde der Workshop von den TeilnehmerInnen durchwegs als sehr positiv beurteilt und auch der Funfaktor kam im praktischen Teil nicht zu kurz.

Für das kommende Jahr bietet die ARGE Airwaymanagement wieder im April die Neuauflage des nunmehr 2. „Hands on Workshop“ Notkoniotomie und Notventilation an (14. April 2018, DFP: ID 593109 mit 5 Punkte in Wals bei Salzburg).

Zusammen mit dem Workshop fiberoptische Intubation und einem Megacode-Training ist der Kurs zur Erlangung des Notfallrefreshers bei der Ärztekammer zertifiziert.